Rechtsanwalt Arbeitsrecht Essen

Von der Einstellung bis zur Beendigung des Arbeitsverhältnisses gelten viele rechtliche Regelungen und richterliche Entscheidungen im Arbeitsrecht für Ihr Arbeitsverhältnis, die enorme Auswirkungen für Sie im Arbeitsleben haben können.

Bild Arbeitsrecht

Titel: Arbeitsrecht

In meiner Kanzlei für Arbeitsrecht in Essen habe ich ständig mit arbeitsrechtlichen Fragestellungen und Regelungen zu tun. Für die bestmögliche Beratung und Vertretung von Arbeitnehmern im Arbeitsrecht habe ich mit meiner Zulassung als Rechtsanwalt daher den Lehrgang zum Fachanwalt für Arbeitsrecht und anschließend den Lehrgang zum Fachanwalt für Sozialrecht erfolgreich absolviert.
Auf im Arbeitsrecht häufig gestellte Fragen möchte ich Ihnen gern nachfolgend erste Antworten geben.

Fragen im Vorstellungsgespräch

Nehmen wir an, Sie haben sich mehrfach beworben und werden zu einem Vorstellungsgespräch eingeladen.

Bild Vorstellungsgespräch

Titel: Fragen im Vorstellungsgespräch

Müssen Sie im Vorstellungsgespräch jede Frage, auch beispielsweise die nach einer Parteizugehörigkeit, wahrheitsgemäß beantworten? Es gibt kein Gesetz, das Ihnen diese Frage beantwortet. Das Richterrecht gibt Ihnen in diesem Fall das Recht zur „Lüge“, da Sie bei wahrheitsgemäßer Beantwortung unter Umständen nicht eingestellt werden.
Als Rechtsanwalt erläutere ich Ihnen gern dieses Thema persönlich in der Beratung in Essen oder auch am Telefon oder per Mai.

Einstellung - Betriebsrat

Gibt es im Unternehmen einen Betriebsrat, ist dieser an der Einstellung zu beteiligen. Nach dem Betriebsverfassungsgesetz benötigt der neue Arbeitgeber vor Ihrer Einstellung die Zustimmung des Betriebsrates.

Arbeitsvertrag

Sie haben sich erfolgreich beworben und nun liegt ein neuer Arbeitsvertrag vor Ihnen mit zahlreichen Regelungen, die Sie nicht kennen. Sie fragen sich, ob alle Regelungen wirksam sind.

Bild Arbeitsvertrag

Titel: Arbeitsvertrag

Bei einem Standardarbeitsvertrag handelt es sich nach dem Gesetz um Allgemeine Geschäftsbedingungen (AGB), wie Sie sie zum Beispiel vom Kaufvertrag kennen.
AGB müssen bestimmten rechtlichen Anforderungen genügen. Dies gilt auch im Arbeitsrecht, allerdings mit Besonderheiten.
Der Standardard-Arbeitsvertrag unterliegt einer Transparenz- und Inhaltskontrolle. Die Klauseln müssen für Sie als Arbeitnehmer klar und verständlich sowie inhaltlich angemessen sein und dürfen Sie nicht benachteiligen. Ansonsten sind die Klauseln unwirksam.
Was bedeutet das genau? Nehmen wir an, der Vertrag sieht eine Vertragsstrafe für den Fall vor, dass Sie die Arbeit nicht antreten. Vor Arbeitsaufnahme erhalten Sie wider Erwarten ein deutlich besseres Vertragsangebot eines anderen Arbeitgebers. Jetzt möchten Sie natürlich das zweite Angebot annehmen. Müssen Sie in einem solchen Fall die Vertragsstrafe zahlen? In Kaufverträgen etc. ist eine derartige Vereinbarung in einem Standardvertrag unwirksam. Im Arbeitsrecht ist die Vereinbarung dagegen wirksam, da der erste Arbeitgeber nun erneut in die Bewerberauswahl gehen und jetzt länger auf einen Kandidaten warten muss.

Fragen zu Ihrem Arbeitsvertrag beantworte ich Ihnen gern telefonisch, per Mail oder in einem ausführlichen Beratungsgespräch. Bei Bedarf entwerfe ich Ihnen auch entsprechende Formulierungen.

Kündigung

Die Kündigung des Arbeitsverhältnisses gehört zu den häufigsten Streitfällen im Arbeitsrecht. Es gibt eine Vielzahl von gesetzlichen Vorschriften, die über die Wirksamkeit oder die Unwirksamkeit einer Kündigung entscheiden.

Bild Kündigung

Titel: Kündigung

Sie möchten Ihr Arbeitsverhältnis kündigen. Sie sind sich jedoch nicht sicher, wie eine rechtssichere Kündigung auszusehen hat? Viele Menschen beschäftigt diese Frage genauso wie Sie. Ich habe daher für Sie ein Muster entworfen, dessen wesentliche Punkte ich nachfolgend auch erläutere.

Max Mustermann
Musterstraße 10
12345 Musterstadt
Musterfirma
Herrn/Frau Name des Ansprechpartners
Musterstraße 20
12345 Musterstadt
Kündigung des Arbeitsverhältnisses
Sehr geehrte/r Frau/ Herr ….,
hiermit kündige ich das bestehende Arbeitsverhältnis fristgerecht zum …… 
Ich bitte um schriftliche Bestätigung des Erhalts dieser Kündigung. 
Für die Zusammenarbeit bedanke ich mich recht herzlich.
Mit freundlichen Grüßen
Max Mustermann

Kündigung – Form

In der heutigen Zeit gibt es die Möglichkeit, Beziehungen und Verträge auch elektronisch zu beenden.
Zu Ihrem Schutz lässt das Gesetz dies nicht für die Beendigung des Arbeitsverhältnisses zu. Nach dem Gesetz bedarf die Kündigung des Arbeitsverhältnisses der Schriftform. Nicht nur für die Kündigung des Arbeitsverhältnisses sondern allgemein ist unter Schriftform die eigenhändige Unterschrift zu verstehen. SMS oder E-Mail weisen keine Unterschrift auf. Häufig denken Arbeitnehmer, das sei bei einem Fax jedoch anders. Das trifft nicht zu. Wenn Sie die von Ihnen unterschriebene Kündigung per Fax an Ihren Arbeitgeber schicken, kommt bei diesem nur eine Kopie und nicht das Original an.
Nehmen wir an, Sie hätten Ihrem Arbeitgeber die Kündigung gefaxt. Was wäre dann mit dieser Kündigung? Nach dem Gesetz ist ein Rechtsgeschäft, bei dem die Form nicht eingehalten worden ist, nichtig. Ihre Kündigung wäre also unwirksam.

Kündigung – Probezeit

Sie kennen bestimmt aus Ihrem Arbeitsvertrag die Vereinbarung einer Probezeit. Nehmen wir an, in Ihrem Arbeitsvertrag ist eine Probezeit von drei Monaten vereinbart. Die drei Monate verlaufen gut und am Ende der drei Monate teilt der Arbeitgeber Ihnen dies auch in einem persönlichen Gespräch mit. Was denken Sie dann?

Üblicherweise denken Sie, dass Sie ab jetzt auf der sicheren Seite sind.

Bild Probezeit

Titel: Kündigung in der Probezeit

Das ist leider nicht der Fall. Mit der Vereinbarung der Probezeit werden lediglich die Kündigungsfristen geregelt. Die Kündigungsfrist während der Probezeit ist kürzer als danach. Nach dem Gesetz kann für eine Probezeit von sechs Monaten eine zweiwöchige Kündigungsfrist vereinbart werden. Nach den sechs Monaten gilt dann eine Kündigungsfrist von vier Wochen zum 15. oder Monatsende. 
Sollte der Arbeitgeber die Kündigungsfrist aus irgendeinem Grund nicht einhalten, macht das die Kündigung nicht unwirksam. Die Kündigung ist dann allerdings erst zum nächstmöglichen Termin wirksam.

Kündigungsfrist

Die Kündigungsfrist ist der Zeitraum zwischen dem Zugang, dem Erhalt, der Kündigung und der Beendigung des Arbeitsverhältnisses. Die richtige Kündigungsfrist zu bestimmen, ist nicht immer einfach. Regelungen zu Kündigungsfristen finden sich im Gesetz, in Tarifverträgen und im Arbeitsvertrag.

Bild Kündigungsfrist

Titel: Kündigungsfrist

Ein Tarifvertrag findet auf Ihr Arbeitsverhältnis Anwendung, wenn Ihr Arbeitgeber Mitglied im Arbeitgeberverband und Sie als Arbeitnehmer Mitglied in der maßgeblichen Gewerkschaft sind. Ist das nicht der Fall, kann die Anwendbarkeit des Tarifvertrages auf Ihr Arbeitsverhältnis im Arbeitsvertrag vereinbart werden. Im Tarifvertrag kann nur zu gunsten des Arbeitnehmers vom Gesetz abgewichen werden. Ungünstigere Regelungen sind unwirksam.

Kündigungsfrist – Arbeitnehmer

Die gesetzliche Regelung der Kündigungsfristen findet sich im BGB. § 622 BGB unterscheidet danach, ob es sich um eine Kündigung durch den Arbeitnehmer oder den Arbeitgebers handelt. Absatz 1 der Vorschrift bestimmt eine Frist von vier Wochen zum 15. oder Ende des Kalendermonats. Diese Kündigungsfrist gilt für Sie als Arbeitnehmer nach dem Gesetz immer. Auch nach 20 Jahren können Sie als Arbeitnehmer mit einer Frist von vier Wochen zum 15. oder Monatsende kündigen.

Kündigungsfrist – Arbeitgeber

Für die Kündigung durch den Arbeitgeber hat das Gesetz die Kündigungsfristen in Abhängigkeit von der Dauer der Betriebszugehörigkeit geregelt. Werden Sie innerhalb der ersten zwei Jahre des Arbeitsverhältnisses gekündigt, hat der Arbeitgeber eine Frist von vier Wochen zum 15. oder Ende des Kalendermonats einzuhalten. Werden Sie nach 2 Jahren gekündigt, beträgt die Kündigungsfrist bereits einen Monat zum Ende des Kalendermonats. Werden Sie nach 20 Betriebszugehörigkeit gekündigt, gilt eine gesetz-liche Kündigungsfrist von sieben Monaten zum Ende des Kalendermonates. Sollten Sie § 622 BGB einmal lesen, werden Sie bestimmt über den Satz 2 stolpern. Es steht im Gesetz, dass Zeiten vor dem vollendeten 25. Lebensjahr nicht zu berücksichtigen sind. Nehmen wir an, Sie wären im Alter von 20 Jahren in das Unternehmen eingetreten und nach zwanzigjähriger Dauer des Arbeitsverhältnisses möchte der Arbeitgeber nun kündigen. Nach dem Wortlaut der gesetzlichen Vorschriften zählen die fünf Jahre bis zu Ihrem 25. Lebensjahr nicht. Also beträgt die Kündigungsfrist aufgrund von nur 15 zu berücksichtigenden Jahren sechs Monate zum Monatsende. Auch im Arbeitsrecht gilt jedoch wie in anderen Rechtsgebieten auch das Europäische Recht. Der Europäische Gerichtshof hat obige Vorschrift als unzulässige Altersdiskriminierung für unwirksam erklärt, so dass unabhängig vom Lebensalter alle Jahre des Arbeitsverhältnisses zu berücksichtigen sind. Der Arbeitgeber hätte daher in diesem Fall, obwohl Sie erst 40 Jahre alt wären, eine Kündigungsfrist von sieben Monaten zum Ende des Kalender-monates einzuhalten.

Kündigungsfrist – Vertragliche Regelung

Kennen Sie die Regelung der Kündigungsfristen in Ihrem Arbeitsvertrag? Falls nicht, empfehle ich Ihnen, die Regelung der Kündigungsfristen einmal nachzulesen. Häufig sind im Arbeitsvertrag vom Gesetz abweichende Kündigungsfristen vereinbart.

Ist im Vertrag eine Probezeit vereinbart, sieht das Gesetz für die Kündigung während der Probezeit eine Kündigungsfrist von zwei Wochen vor.
Es ist allerdings möglich, vertraglich beiderseits eine längere Kündigungsfrist wie zum Beispiel einen Monat zu vereinbaren. Diese Frist würde dann auch für Ihre Eigenkündigung gelten.
Eine verbreitete Regelung für das Arbeitsverhältnis ist die Anwendbarkeit der gesetz-lichen Arbeitgeberkündigungsfristen auch für den Arbeitnehmer. Das bedeutet, dass Sie bei dieser vertraglichen Regelung im Falle der Eigenkündigung nach zwanzigjähriger Betriebszugehörigkeit eine Frist von sieben Monaten zum Monatsende einzuhalten haben. Häufig höre ich von Mandanten, dass diese Vereinbarung doch unwirksam sein müsse. Das Gesetz regele in § 622 Absatz 1 schließlich, dass für Arbeitnehmer immer die kurze Frist gelte. Das ist leider so nicht richtig. Die Vorschrift lässt in Absatz 3 ausdrücklich die Vereinbarung abweichender Regelungen zu.

Kündigung – Berechtigung

Bei Ihrer Eigenkündigung stellt sich die Frage nach der Berechtigung nicht. Anders verhält es sich, wenn der Arbeitgeber Ihnen kündigt. Als Anwalt für Arbeitsrecht sehe ich mir immer genau an, wer Ihre Kündigung unterschrieben hat.

Bild fristlose Kündigung

Titel: Fristlose Kündigung

Anschließend prüfe ich, ob der Unterzeichnende dazu berechtigt war.
Nehmen wir an, Ihr Arbeitgeber ist eine GmbH. Nach dem Gesetz ist das Organ der juristischen Person, d.h. der Geschäftsführer, zur Vertretung und damit zur Kündigung berechtigt. Wurde die Kündigung durch eine andere Person, wie zum Beispiel durch den Vertriebsleiter, unterzeichnet, benötigt dieser eine Vollmacht. Wird Ihnen die Kündigung ohne Vorlage der Vollmacht ausgehändigt, können Sie die Kündigung deshalb zurückweisen. Als Folge der Zurückweisung ist die Kündigung dann unwirksam.
Nach dem Gesetz muss die Zurückweisung unverzüglich erfolgen. Unverzüglich ist ein unbestimmter Rechtsbegriff.

Was das im Einzelfall bedeutet, erläutere ich Ihnen gern in meiner Kanzlei für Arbeitsrecht.

Kündigung – Erhalt

In dem von mir entworfenen Muster habe ich Ihnen empfohlen, die schriftliche Bestätigung des Erhalts der Kündigung zu verlangen. Falls Sie jemals eine Kündigung erhalten haben, hat Ihr ehemaliger Arbeitgeber sicher auch die Quittierung des Erhalts verlangt.

Bild von Zugang der Kündigung

Titel: Zugang der Kündigung

Warum ist das so wichtig? 
Nach dem Gesetz wird die Kündigung erst wirksam, wenn sie dem Empfänger zugeht. Das heißt, sie muss in den Machtbereich des Empfängers gelangt sein. Die Kündigung ist in Ihren Machtbereich gelangtwenn sie Ihnen ausgehändigt wurde oder sie in Ihren Briefkasten gelangt ist. Es kommt nur auf den Erhalt und nicht auf Ihre tatsächliche Kenntnisnahme an. Eine Kündigung geht Ihnen also auch während des Urlaubes oder eines Krankenhausaufenthaltes zu.
Da der Kündigende den Zugang beweisen muss, will der Arbeitgeber immer von Ihnen den Erhalt der Kündigung quittiert haben. Sie sind dazu nicht verpflichtet und sollten das bei Unsicherheit auch nicht tun. Der Zeitpunkt des Erhalts bestimmt den Beginn der Klagefrist für die Kündigungsschutzklage oder die Berechnung der maßgeblichen Kündigungsfrist. 
Die Berechnung des genauen Fristbeginns ist nicht immer einfach, da die Kündigung auch erst abends in Ihren Briefkasten gelangt oder nicht Ihnen persönlich sondern einem Familienmitglied oder Lebenspartner ausgehändigt worden sein kann.

Kündigung – Berechtigung

Bei Ihrer Eigenkündigung stellt sich die Frage nach der Berechtigung nicht. 
Anders verhält es sich, wenn der Arbeitgeber Ihnen kündigt.
Als Anwalt für Arbeitsrecht sehe ich mir immer genau an, wer Ihre Kündigung unterschrieben hat.

Anschließend prüfe ich, ob der Unterzeichnende dazu berechtigt war.
Nehmen wir an, Ihr Arbeitgeber ist eine GmbH. Nach dem Gesetz ist das Organ der juristischen Person, d.h. der Geschäftsführer, zur Vertretung und damit zur Kündigung berechtigt. Wurde die Kündigung durch eine andere Person, wie zum Beispiel durch den Vertriebsleiter, unterzeichnet, benötigt dieser eine Vollmacht. Wird Ihnen die Kündigung ohne Vorlage der Vollmacht ausgehändigt, können Sie die Kündigung deshalb zurückweisen. Als Folge der Zurückweisung ist die Kündigung dann unwirksam.
Nach dem Gesetz muss die Zurückweisung unverzüglich erfolgen. Unverzüglich ist ein unbestimmter Rechtsbegriff. 

Was das im Einzelfall bedeutet, erläutere ich Ihnen gern in meiner Kanzlei für Arbeitsrecht.

Kündigung – Erhalt

In dem von mir entworfenen Muster habe ich Ihnen empfohlen, die schriftliche Bestätigung des Erhalts der Kündigung zu verlangen. Falls Sie jemals eine Kündigung erhalten haben, hat Ihr ehemaliger Arbeitgeber sicher auch die Quittierung des Erhalts verlangt.

Warum ist das so wichtig? 
Nach dem Gesetz wird die Kündigung erst wirksam, wenn sie dem Empfänger zugeht. Das heißt, sie muss in den Machtbereich des Empfängers gelangt sein. Die Kündigung ist in Ihren Machtbereich gelangtwenn sie Ihnen ausgehändigt wurde oder sie in Ihren Briefkasten gelangt ist. Es kommt nur auf den Erhalt und nicht auf Ihre tatsächliche Kenntnisnahme an. Eine Kündigung geht Ihnen also auch während des Urlaubes oder eines Krankenhausaufenthaltes zu.
Da der Kündigende den Zugang beweisen muss, will der Arbeitgeber immer von Ihnen den Erhalt der Kündigung quittiert haben. Sie sind dazu nicht verpflichtet und sollten das bei Unsicherheit auch nicht tun. Der Zeitpunkt des Erhalts bestimmt den Beginn der Klagefrist für die Kündigungsschutzklage oder die Berechnung der maßgeblichen Kündigungsfrist. 

Die Berechnung des genauen Fristbeginns ist nicht immer einfach, da die Kündigung auch erst abends in Ihren Briefkasten gelangt oder nicht Ihnen persönlich sondern einem Familienmitglied oder Lebenspartner ausgehändigt worden sein kann.

Kündigung – Betriebsrat

Nehmen wir an, bei Ihrem Arbeitgeber gibt es einen Betriebsrat. Kann dieser den Arbeitgeber am Ausspruch einer Kündigung hindern? 

Bild von Anhörung des  Betriebsrates vor der Kündigung

Titel: Anhörung des Betriebsrates vor der Kündigung

Nach dem Betriebsverfassungsgesetz hat der Arbeitgeber dem Betriebsrat die Gründe für die Kündigung mitzuteilen und den Betriebsrat anzuhören. Unter Anhörung ist dabei die Gelegenheit zur Stellungnahme zu verstehen. Der Betriebsrat kann Bedenken gegen die Kündigung äußern oder Widerspruch einlegen. Schweigt er, gilt sein Schweigen als Zustimmung. Auch bei Widerspruch kann der Arbeitgeber die Kündigung aussprechen.
Wichtig ist allerdings, dass der Arbeitgeber den Betriebsrat vor Ausspruch der Kündigung anzuhören hat. Eine Kündigung ohne Anhörung des Betriebsrates ist unwirksam.

Kündigungsschutz

Für Arbeitnehmer gibt es einen Allgemeinen und einen Besonderen Kündigungsschutz. Der allgemeine Kündigungsschutz setzt voraus, dass Ihr Arbeitsverhältnis länger als sechs Monate besteht und im Betrieb mehr als zehn Arbeitnehmer tätig sind.
Falls Sie Allgemeinen Kündigungsschutz nach dem Kündigungsschutzgesetz genießen, benötigt Ihr Arbeitgeber für die Wirksamkeit der Kündigung einen Kündigungsgrund.
Das Gesetz unterscheidet zwischen einer personenbedingten, betriebsbedingten und verhaltensbedingten Kündigung. Bei einer personenbedingten Kündigung liegt der Grund in der Person des Arbeitsnehmers. Das wäre zum Beispiel bei Krankheit unter bestimmten Voraussetzungen der Fall. Grund für eine betriebsbedingte Kündigung kann beispielsweise die Schließung der Abteilung sein, in der Sie derzeit tätig sind. Für eine verhaltensbedingte Kündigung müsste Ihr Fehlverhalten wie z.B. Zuspätkommen, verspätete Meldung bei Krankheit etc.. gegeben sein.
Für eine wirksame erhaltensbedingte Kündigung ist in diesen Fällen allerdings eine vorherige erfolglose Abmahnung erforderlich.

Abmahnung

Bild von Abmahnung – verhaltensbedingte Kündigung

Titel: Abmahnung – verhaltensbedingte Kündigung

Nach der Rechtsprechung muss der Arbeitgeber mit der Abmahnung ein bestimmtes Verhalten von Ihnen als Vertragsverletzung beanstanden, Sie zu vertragstreuem Ver-halten auffordern und für den Wiederholungsfall die Kündigung androhen.
Die Erteilung einer Abmahnung ist an keine Frist gebunden. Ihr Arbeitgeber kann daher auch lange Zeit nach der Pflichtverletzung den Vorfall zum Gegenstand einer Abmahnung machen.
Nach einer Frist von zwei bis drei Jahren nach der Erteilung einer berechtigten Abmahnung konnten Sie als Arbeitnehmer bislang die Entfernung der Abmahnung aus der Personalakte verlangen.
Nunmehr kann der Arbeitgeber nach der Rechtsprechung die Abmahnung länger aufbewahren, wenn er dafür gute Gründe hat. Klare Aussagen zu der Länge der Frist gibt es in der Rechtsprechung nicht.

Fehlendes berechtigtes Interesse an einer weiteren Aufbewahrung der Abmahnung müssten Sie als Arbeitnehmer im Falle einer Klage darlegen und beweisen. Es ist daher künftig noch sorgfältiger zu prüfen, ob sich eine Klage gegen eine Abmahnung lohnt oder nicht.

Mit der Abmahnung will Ihr Arbeitgeber in der Regel die Kündigung vorbereiten. Ob Sie sich direkt gegen die Abmahnung wehren sollen oder nicht, erkläre ich Ihnen gern persönlich in meiner Kanzlei für Arbeitsrecht, telefonisch oder per Mail.

Sprechen Sie mich einfach an.

Kündigungsschutzklage

Sie haben eine Kündigung erhalten.

Jetzt fragen Sie sich, was zu tun ist.
Gegen eine Kündigung können Sie sich mit einer Kündigungsschutzklage wehren.
Die Kündigungsschutzklage wird durch eine Klageschrift beim Arbeitsgericht eingereicht.
Welches Arbeitsgericht zuständig ist, hängt von Ihrem Arbeitsort oder dem Sitz Ihres Arbeitsgebers sowie dem jeweiligen Gerichtsbezirk ab. Hat Ihr Arbeitgeber zum Beispiel seinen Unternehmenssitz in Hannover und Sie arbeiten in einer Niederlassung in Essen, können Sie zwischen den Arbeitsgerichten Hannover oder Essen wählen.
Mit der Kündigungsschutzklage müssen Sie die Arbeitsvertragsparteien genau bezeichnen und die jeweilige Anschrift angeben. Die Anschrift ist wichtig, damit Sie und Ihr Arbeitgeber zum Gerichtstermin geladen werden können. Mit der Klageschrift müssen Sie einen Antrag stellen, damit das Gericht Ihr Ziel erkennen kann. Die Kündigungsschutzklage muss den Antrag enthalten, dass das Arbeitsverhältnis durch die Kündigung nicht beendet worden ist. Dies muss aus rechtlichen Gründen so sein, auch wenn Sie bei Ihrem Arbeitgeber nicht mehr arbeiten möchten.
Ganz wichtig ist, dass Sie die Frist für die Einreichung der Kündigungsschutzklage einhalten.

Bild von Kündigungsschutzklage

Titel: Kündigungsschutzklage

Nach Zugang, also Erhalt der Kündigung, können Sie die Kündigungsschutzklage nur innerhalb von drei Wochen beim Arbeitsgericht einreichen. Nach Ablauf der Frist können Sie die Kündigung nicht mehr mit der Kündigungsschutzklage angreifen. Das bedeutet, durch Versäumen der Frist kann eine unwirksame Kündigung wirksam werden.

Aus diesem Grund ist es besonders wichtig, sich unmittelbar nach Erhalt einer Kündigung von einem erfahrenen Rechtsanwalt für Arbeitsrecht beraten zu lassen. Gerne stehe ich Ihnen hierfür zur Verfügung und kläre mit Ihnen, ob eine Klage gegen die Kündigung in Ihrem Fall sinnvoll ist.

Spezialistin im Kündigungsschutzrecht

Bild von Rechtsanwältin Irmgard Diephaus

Ich habe den Anspruch als Anwalt, Ihre Interessen in jeder Hinsicht optimal zu vertreten.

Über die erfolgreiche Absolvierung des Lehrganges zum Fachanwalt für Arbeitsrecht sowie zum Fachanwalt für Sozialrecht hinaus bilde ich mich daher als Rechtsanwalt jedes Jahr umfangreich im Arbeitsrecht weiter. Für eine professionelle Vertretung von Arbeitnehmern bei Kündigung einschließlich des Aushandelns einer Abfindung habe ich insbesondere das Fortbildungssiegel Kündigungsschutzrecht des Deutschen Anwaltsinstituts e.V. erworben

Bild von Siegel

Abfindung

Ob Sie im Fall einer Kündigungsschutzklage eine Abfindung erhalten, hängt oft von der Verhandlungsstrategie ab. Nach dem Gesetz haben Sie als Arbeitnehmer nur im Falle einer betriebsbedingten Kündigung mit gleichzeitigem Abfindungsangebot des Arbeit-gebers und Ihrem Verzicht auf die Kündigungsschutzklage Anspruch auf eine Abfindung.

Bild von Anspruch auf Abfindung

Titel: Anspruch auf Abfindung

Andere Rechtsgrundlagen für die Zahlung einer Abfindung wären zum Beispiel ein Aufhebungsvertrag oder ein Sozialplan. Es ist alleinige Entscheidung Ihres Arbeitgebers, ob er Ihnen einen Aufhebungsvertrag anbietet. Im Kündigungsschutzprozess kann die Zahlung im gerichtlichen Vergleich vereinbart werden.

Arbeitszeugnis

Nehmen wir an, Sie verlassen das Unternehmen. Mit Ausscheiden erhalten Sie kein Zeugnis oder nur ein durchschnittliches Zeugnis. Müssen Sie nun das Zeugnis in einer bestimmten Frist verlangen? Muss der Arbeitgeber das Zeugnis korrigieren, wenn Sie dies verlangen?

Bild von Anspruch auf Arbeitszeugnis

Titel: Anspruch auf Arbeitszeugnis

Wer hat die Richtigkeit zu beweisen, wenn Sie sich über die Beurteilung von Führung und Leistung uneinig sind? Zu diesen Fragen berate ich Sie als Rechtsanwalt persönlich in Essen, telefonisch oder per Mail und entwerfe Ihnen gern ein Zeugnis.

Für die optimale Vertretung meiner Mandanten - Qualität durch Fortbildung

Ich denke, Sie haben bereits eine Vorstellung vom Umfang und der Komplexität des Arbeitsrechts gewonnen. Für das Recht meiner Mandanten habe ich daher nicht nur den Lehrgang zum Fachanwalt für Arbeitsrecht erfolgreich abgeschlossen.

Bild von Qualitätssiegel

Als Rechtsanwalt bilde ich mich jedes Jahr umfangreich im Arbeitsrecht weiter und führe als Anwalt in meiner Kanzlei neben dem Fortbildungssiegel Kündigungsschutzrecht des Deutschen Anwaltsinstituts e.V. das Qualitätssiegel der Bundesrechtsanwaltskammer.

Kanzlei für Arbeitsrecht, Rechtsanwältin Irmgard Diephaus
Rellinghauser Straße 100, 45128 Essen
Tel.: +49 (0) 201 – 87809801 , Fax: +49 (0) 201 – 87809802 , E-Mail: info@anwaltdiephaus.de